Die schlaflosen Nächte, in denen die großen Träume entstehen

 

Viele unter uns kennen dieses Gefühl vielleicht, eine Idee zu haben. Ideen schleichen sich in unseren Kopf, meistens ohne Vorankündigung, sie sind einfach plötzlich da. Manchmal ausgelöst von Unzufriedenheit im Privatleben oder bei der Arbeit, manchmal durch Inspiration anderer Menschen um uns herum, vielleicht aber auch durch ein Buch oder einen Artikel von jemandem, der genau das lebt, woran wir schon so oft gedacht haben. Doch oft wird man inspiriert ohne die Quelle der Inspiration zu kennen. Das alles spielt aber auch keine Rolle, denn wichtig ist nicht, woher diese Idee kommt, sondern was man aus ihr macht.

In der heutigen Welt der Möglichkeiten ist der Kreativität kaum noch Grenzen gesetzt. Und fast alles ist möglich, wenn wir nur wollen. Und so geschieht es, dass eine  kleine Idee uns für eine gewisse Zeit aus dem Alltag reißen kann. Sie ist Schuld an schlaflosen Nächten, in denen wir mit aufgerissenen Augen an unsere dunkle Decke starren. Stück für Stück entwickelt sich diese kleine Idee in unserem Kopf zu etwas Großem. Vielleicht sogar zu etwas, das uns an unsere Grenzen bringt. Aber genau das reizt uns an dem Gedanken. Wie weit gehen meine Grenzen? Kann ich das schaffen? Wir fangen an uns selbst Fragen zu stellen. Wäre es wirklich möglich? Wen kann ich einweihen? Wird man mich für verrückt erklären? Wir drehen alle Möglichkeiten hin und her. Wiegen Risiken ab und versuchen Konsequenzen einzuschätzen. Unser Gehirn arbeitet auf Hochtouren.

Bis plötzlich der Wecker klingelt und wir wieder zur Arbeit müssen. Zurück in den Alltag, der mit unserem abenteuerlichen Plan der vergangen Nacht nicht das Geringste zu tun hat. Hier ist der Moment, in dem viele dieser grandiosen Ideen verloren gehen. Man redet sich schnell ein, dass es unmöglich sei, den Plan zu verwirklichen. Die Konsequenzen sind viel zu groß. Ich mache lieber das, was ich immer mache. So bin ich auf der sicheren Seite. Das ist es, was von mir erwartet wird. 

So geschieht es wieder einmal, dass ein weiterer Traum nicht gelebt wird, ohne es überhaupt versucht zu haben. Der Preis, der für die Verwirklichung der Idee zu zahlen ist, ist vielen zu hoch.

Zu behaupten, dass es schon immer mein größter Traum war den Continental Divide Trail zu laufen wäre gelogen. Das macht die Sache aber nicht weniger interessant.
Bei mir fing es auch erst mit einer kleinen Idee an, die sich nach und nach entwickelt hat. Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass es wahrscheinlich das größte Projekt ist, dass ich bisher angegangen bin.

 

2 Gedanken zu “Die schlaflosen Nächte, in denen die großen Träume entstehen

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