Die Wildnis ist keine Pokémon-Arena

Wenn heutzutage jemand einem Bären im Wald begegnet, würden viele als erstes ihr Smartphone darauf richten und versuchen es einzufangen. Es könnte sich schließlich um ein Pokémon handeln. 

 

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Norden, Osten, Süden und Westen. Ich will behaupten, dass die meisten unter uns diese vier Himmelsrichtungen noch auseinander halten können. Doch was ist, wenn man keinen Kompass hat und das Navi plötzlich versagt? Wo ist dann Westen?

Innerhalb unserer Vorbereitungen für verschiedene Outdoor-Trips kommt oft das Thema Survival auf. In Zeiten von GPS-Geräten und Smartphones wird die Verantwortung schnell an die Technik abgegeben.Aber würdet ihr auch auf diese Geräte vertrauen, wenn euer Leben davon abhinge? Unsere atemberaubend schöne Natur birgt auch viele Gefahren. Einige unter uns meiden diese Gefahr von Anfang an aus Angst vor wilden Tieren oder aus Angst sich zu verlaufen. Letzteres ist auch nicht ganz unbegründet.
Es gibt ein paar Regeln, die man beachten sollte, wenn in der Natur auf sich allein gestellt ist. Um sich langsam an das Thema heranzutasten, habe ich euch die ersten 4 Tipps zusammengefasst.

Orientierung 
Seit der Grundschule wissen wir:
Im Osten geht die Sonne auf. Von dort wandert sie im Laufe des Tages über Süden nach Westen – dort geht sie wieder unter. Nur im Norden sieht man die Sonne nie.

Nachts kann man an den Sternbildern die Himmelsrichtungen sehr genau bestimmen. Am besten orientiert am sich an dem großen Wagen. Wenn es nicht bewölkt ist, kann man ihn das ganze Jahr über am Sternenhimmel sehen. Wenn man die beiden Sterne, die die Rückseite des Kastens bilden, durch eine gedachte Linie verbindet und diese Linie fünf Mal in die gleiche Richtung nach oben verlängert kommt man an den Polarstern, der mir zeigt, wo Norden ist. Den erkennt man oft auch daran, dass es der hellste Stern ist.

Nahrung
Wer auf eine Trekking-Tour geht ist mit Nahrung meistens gut ausgestattet. Wer trotzdem einmal in die Situation kommen sollte, in der Wildnis keine Nahrung mehr zu haben, kann sich vorerst einmal entspannen. Denn der Mensch kann bis zu 4 Wochen ohne Nahrung überleben, vorausgesetzt, dass er sich nicht körperlich betätigt.
In Mitteleuropa gibt es ca. 1.800 verschiedene essbare Wildpflanzen. Im Herbst ist Chance auf essbare Früchte und Wurzeln besonders gut.
Nach dem Film ‚Into the Wild‘ wissen wir aber, dass es nicht alle Pflanzen ungefährlich sind. Hierzu sollte man die Grundlagen von den Wildpflanzen kennen, die sich in dem Wandergebiet befinden.
Alternativ stellen Insekten eine leichte Beute dar. Geschmacklich sollen sie gar nicht so übel sein. Immerhin gelten sie in anderen Ländern als kulinarische Delikatesse.

Wasser
Das Wasser in Seen, Flüssen und Bächen enthält Keime. Früher konnte unser Körper diese Keime noch selbst abbauen. Mittlerweile kann er das nicht mehr, weil er an keimfreies Wasser gewöhnt ist. Deswegen ist es wichtig, Wasser vorab immer zu entkeimen. Bei Quellwasser wird eine Ausnahme gemacht. Dieses Wasser ist frei von Bakterien und kann ohne Bedenken getrunken werden.

Wilde Tiere
Vor wilden Tieren muss man in Deutschland eher keine Angst haben. Die meisten Tiere meiden den Menschen. Grundsätzlich gilt es,  sich ruhig zu verhalten und auf keinen Fall anzugreifen. Zeig dem Tier nicht, dass du Angst hast.

Vor allem ist es wichtig, die Natur zu respektieren und zu achten. Mit dem Glauben an sich selbst wird es einem gelingen in solchen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Ich finde das Thema Survival echt spannend und freue mich schon, mehr darüber zu erfahren und euch davon zu berichten. Es gibt einen selbst ein sicheres Gefühl nicht nicht von technischen Geräten abhängig zu sein. Denn wenn es drauf ankommt, kann Pikachu euch auch nicht helfen.

8 Gedanken zu “Die Wildnis ist keine Pokémon-Arena

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